Dienstag, 7. Dezember 2010

Terrorgefahr

Terrorgefahr in Deutschland. Anschläge und Entführungen kommen auf uns zu. Und ich habe noch nicht einmal angefangen, meinen eigenen kleinen Panik Room zu planen. Was mach ich nur? Wohin, wenns ernst wird? Und ab heute, 22.11.2010, solls ja ernst werden. Dann heißt es, öffentliche Plätze meiden. Hamsterkauf im Tante Emma Laden umme Ecke, damit genug vorrätig ist, so selten wie möglich das Haus zu verlassen.
Weihnachtsmärkte meide ich ohnehin, da mir das Gedränge durch eine Horde personifizierter Dämlichkeit noch nie wirklich lag und ein Angriffsziel der ach so gut organisierten Terroristen soll ja der Tummelplatz für jedweden Elch- und Christkindlklimbim sein. Da, wo sich Mann und Maus, und vor allem die holde Weiblichkeit allen Alters um Weihnachtskugel, -Pyramide und -Strumpf trollt, schlagen Osama, Mustafa und Ali sicherlich gern zu. Wenn ich böse wäre, würde ich von natürlicher Auslese sprechen, aber ich bin ja nicht böse und außerdem ist das schon ein wahrliches Horroszenario, würde es tatsächlich zu einem solchen Gau kommen. Auch, wenn ich hier gedanklich ein wenig feixe, wünsche ich natürlich keinem, das ihm oder seiner Verwandtschaft dergleichen widerfährt.
Auch der Reichstag soll ein eventuelles Ziel sein. Ich war unlängst in Berlin, kurz nur, arbeitsbedingt und musste feststellen, dass denen da oben ganz schön der Arsch auf Grundeis gehen muss, bei so viel Polente, die sich an jeder Ecke, schwer bewaffnet aufhält. Ich frage mich nur, was all die Kanonen ausrichten sollen? Wenn Machmet mit seinem TNT Gürtel Schaden anrichten will, dann geht er sicherlich nicht vorher zu einem der Uniformierten, zeigt seinen Ausweis und schildert unverhohlen sein Vorhaben, auf das Oberhauptkommissar Karl Heinz seinen Ballermann zücken, und den gefährlichen Staatsfeind aus seinen Schuhen knallen kann.
Auch Memmet wird nicht sein Auto erst pflichtbewusst an einer Kontrolle stoppen, um sich einer Visitation zu unterziehen, bevor er die explosive Fracht seinem Ziel entgegensteuern kann.
Weder Machmet noch Memmet, Hassan oder der Rest dieser Terroristenbrut wird angesichts des drohenden Schießgewehrs von Karl Heinz und der anderen uniformierten Bagage stocken und sich eines Besseren besinnen: „Oh, die sind ja bewaffnet. Hm, dann dreh ich besser wieder um und sprenge in der Spree/ in der Pleiße oder sonst wo ein paar Fische in die Luft. Dann habe ich wenigstens noch reichlich zu Essen über die Feiertage.“
Wenn da einer irgendwas, irgendwo hochgehen lassen will, dann werden ihn Uzi und Co nicht aufhalten.

Ich bin ja, trotz meiner mit in die Wiege gelegten, grundsätzlichen Skepsis -oder gerade deswegen- sehr empfänglich für Verschwörungstheorien, aber ich frage mich hier, was, wenn nicht wirkliche Angst, könnte hinter einer derartigen urbanen Aufrüstung stecken? Dass Panikmache schon immer ein Geschäft ist, bei dem der Aufschwung noch einen zusätzlich aufschwinglichen Schub bekommt, ist kein Geheimnis, aber keiner kauft auf Bunker und auch sonst sehe ich keinen ernsthaften wirtschaftlichen Nutzen. Eher im Gegenteil.
Ich bin ja mal gespannt, wie laut und energisch die wehleidigen Schreie der Handelsbranche nach dem Ziehen des Verkaufsresümees der Weihnachtsmärkte sein werden. Wer dann wie verflucht wird und sündenböckisch „Konsequenzen zu ziehen“ hat. Unser Herr de Maizière? Der pflichtbewusst die deutsche Bevölkerung gewarnt und aber gleichzeitig aufgerufen hat, dem gewohntem Tun und Handeln keine Veränderung entgegen zu bringen? Ja warum warnt er dann überhaupt? Und was kann ich als potentielles Terroropfer tun um die Gefahr zu reduzieren?
Welchen Sinn hat eine solche Warnung? Nur, dass man sich beim eventuellen Hinterher in den bequemen Sessel des „Ich habs ja vorher gesagt“ zurücklehnen und jedwede Verantwortung von sich weisen kann? Und wie hoch ist das Maß der erwähnten Verantwortung?
Gehen wir also tatsächlich mit großen Schritten auf ein deutsches Madrid zu?
Eine Art deutsch/ arabische Kooperative, bei der der Morgenländer die Pyrotechnik, und der Abendländer die Örtlichkeit stellt? Warten wirs ab

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