Wo ist der Mensch mehr Mensch, als in der Trauer, oder beim Zahnarzt. Auf dem Stuhl des Grauens, oder in der bildlichen Sprache des Hoffens gesagt: dem "mercy seat", dem "Sitz der Gnade" also, weil alles, was Patient X sich erhofft, schlicht die milde Gnade des Zahnarztes ist, auf diesem Stuhl also ist mensch allem ausgeliefert, was ihm das Fürchten schon beim Gedanken daran lehrt. Schmerz, das Vertrauen auf fremde Hände, dem Rest, der an den Händen hängt, dem Menschen also, in jenem weißen Kittel, mit diesem typischen Geruch. Wenn es eine Hölle gibt, dann riecht es da mit Sicherheit weniger nach Schwefel, wie die allgemeine (biblische) Meinung ist, sondern nach Desinfektionsmittel, Angstschweiß und allerhand seltsamer Medikamente, die da im oralen Bereich zur Anwendung kommen.
Ich persönlich fürchte mich dermaßen vor diesem leider viel zu wichtigen Teil der medizinischen Behandlung, dass es mir schwer fällt, die Praxis, oder, wie ich gern zu sagen pflege, den Vorhof zum Fegefeuer, zu betreten. Und so fällt es wiederum meinem Umfeld nicht schwer, mir dies anzusehen. Aber darauf will und muss ich nun nicht näher eingehen. Fakt ist, dass ich eben von einem Besuch bei einem solchen Horrortrip war, der, zu meiner Verwunderung, diesmal gar nicht so schlimm war. Dennoch und das ist wohl eins der unlösbarsten Rätsel, habe ich immer und immer Angst und es braucht Kraft und viel innere Überredungskunst, mich aufzuraffen und zwar nicht erst dann, wenn es bereits insofern zu spät ist, als dass der jeweilige Zahn pochend, schmerzend nach einer Behandlung schreit.
Allerdings ist, das wurde mir in den letzten Wochen bewusst, mit einem eitrigen Kieferhöhlenabszess nicht zu spaßen, denn der, auch das wurde mir jetzt bewusst, kann chronisch werden und heißt in der Fachsprache "akute Sinusitis". Das ist nun bei mir der Fall. Und bevor sich der Mist auf den ganzen Körper ausbreitet, denn das kann durchaus passieren, beiße ich also in den sauren Apfel, oder etwas Weicheres, und gehe also zum Zahnarzt.
Zum vierten inzwischen übrigens hier in meiner Stadt, da ich bei den anderen grundsätzliche und eben wegen meiner Panik, nach der Behandlung akuter Sachen, weitere Termine nicht mehr wahr genommen habe und also das Gewissen verbietet, wieder hinzugehen.
Was ich eigentlich damit sagen will? Ich habe keine Ahnung. Anfangs sollte das nur eine Einleitung werden, zwei drei Sätze und dann wollte ich auf das Weltgeschehen eingehen, denn schließlich hat’s ja nun offensichtlich doch geklappt, mit dem großen Terrorgau, aber ich fand einfach keine Überleitung. Also nerve ich euch mit meinen dentalen Problemen, obwohl... nun ist’s ja angesprochen:
Schweden. Bums hat’s gemacht, und da brennt ein Auto. Ein zweites Bums und ein gefährlicher Einzeltäter weniger, der sich das Bumszeug an den Kadaver band, um im Paradies mit den ihn erwartenden zweiundsiebzig Jungfrauen seinen rauschenden Einstand zu feiern. Zwei Leichtverletzte und ein paar kaputte Schaufenster sind das Ergebnis dieser "Generalprobe"(?). Denn als was sonst soll dieser Anschlag zu verstehen sein?
Ich meine, in Schweden! Einem Land, das mit gerade einmal fünfhundert Soldaten seine Demokratie am Hindukusch verteidigt. Haben die gemeinen Islamisten etwa plötzlich Angst bekommen, vor Deutschland, Frankreich, Großbritannien? Oder warum bolzt sich ausgerechnet in Schweden, zum Sonntagabend, wo doch mehr Opfer zu einer ganz anderen Zeit erzielt werden könnten, ein solcher Unmensch (ich wollte nicht Untermensch schreiben, das assoziiert Übermensch so schnell mit so ganz anderen Dingen) in die Luft?
Aber man spricht von einem „schweren Attentat“ und weiß sofort den fundamentalen Islamismus als den ideologischen Täter, was der Email zuzuschreiben ist, die kurz zuvor bei einer Presseagentur einging. Die Echtheit dessen zu prüfen gelte es jetzt, und dennoch ist die Welt sich bereits sicher: das waren die "Habbaks". Wer sonst.
Verwerflich dabei ist nicht nur das Inkaufnehmen ziviler Opfer, sondern auch das Zuwiderhandeln gegen das nun frisch verlängerte Kyoto-Protokoll. Wenn wir die Erderwärmung reduzieren wollen, muss die Emission reduziert werden und das geht nicht, wenn sich alle Furz lang irgendwo einer von denen in die Luft sprengt. Ich würde da mal ein profilaktisches Embargo gegen alle islamischen Länder aussprechen. Schließlich haben die nicht unwesentlich Schuld an "Selbstmordattentaten" wenn sie den Koran als heiligstes aller Bücher verstehen, in dem ja bekanntlich verfasst ist, dass der Heilige Krieg unweigerlich mit derlei Anschlägen verbunden ist. Und diese Attentate tragen nun einmal zur Emission bei. Das gehört unterbunden!
So, und nun geh ich meine Fresse kühlen und überlege dabei, wohin ich mein Deospray verlegt habe.
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